Rassismus beim offiziellen Gedenken in Rostock-Lichtenhagen?

Zeit, 28.08.2012

Das Bündnis “20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus” erhebt schwere Vorwürfe gegen die offizielle Lichtenhagen-Gedenkveranstaltung vom Sonntag. Zwei Mitgliedern des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V. sei trotz offizieller Einladung der Zutritt zur Veranstaltung verweigert worden. Laut den Veranstaltern kamen die Gäste 15 minuten zu spät und wurden deshalb aus Sicherheitsgründen nicht mehr eingelassen.

 

Rostock-Nachspiel in Berlin

taz, 28.08.2012

Auf der Rückfahrt von Rostock-Lichtenhagen wurden am Wochenende in Berlin viele Demonstranten aufgehalten und durchsucht. Das war rechtlich fragwürdig.

Deutschland hat in Rostock-Lichtenhagen wieder versagt

Tagesspiegel, 28.08.2012

Außer Bundespräsident Joachim Gauck hat fast die ganze politische Elite die Gedenkfeier in Rostock-Lichtenhagen geschwänzt. Dabei lassen sich die Ausschreitungen von damals nur mit dem vergleichen, was bis 1945 in Deutschland geschah. Und die tagtägliche Schande dauert an.

Keine großen Worte

Tagesspiegel, 27.08.2012

Vielleicht ist das Bild ja wichtiger als die Worte - ein Rostocker, heute Präsident, spricht zu Rostockern. Dennoch hat Joachim Gauck keine großen Worte gefunden.

Deutschland schaut weg

taz, 27.08.2012

Schön wär’s. Mit Verve hat Joachim Gauck am Sonntag in Rostock-Lichtenhagen von der Verpflichtung gesprochen, die Krawalle von vor zwanzig Jahren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sondern sie „immer wieder zu betrachten, zu analysieren, um aus den Fehlern und Versäumnissen von damals zu lernen“. Fragt sich, an wen er dabei gedacht hat.

 

 

Rostock-Lichtenhagen 2012:            Gedenken in weiss.