Interview 20 Jahre Rostock-Lichtenhagen: “Rassismus ist kein Randphänomen”
Wir dokumentieren an dieser Stelle das Interview, welches die linke Rostocker Gruppe Kombinat Fortschritt (welche zuletzt als Hinweisgeberin im Fall Drygalla bundesweit Aufmerksamkeit erlangte) mit VertreterInnen des Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen - Das Problem heißt Rassismus" geführt hat.
Ende August jährt sich das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen zum 20. mal. Derzeit laufen überall in der Bundesrepublik die Mobilisierungsaktivitäten auf Hochtouren. Auch in Rostock bestimmt in den letzten Tagen die Beschäftigung mit dem Pogrom das politische Leben der Stadt. Auf verschiedenen Veranstaltungen wurde und wird über die Geschehnisse an der zentralen Aufnahmestelle für Asylsuchende und deren Bedeutung und folgen für die weitere Geschichte der Bundesrepublik diskutiert. Darüber hinaus wurde im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages auch bereits einmal im Viertel plakatiert. Und auch in den kommenden Tagen wird es bspw. Mit dem Besuch von Bundespräsident Gauck in Rostock spannend bleiben. Das Bündnis “Das Problem heißt Rassismus” wird am Wochenende in Rostock ein Treffen abhalten um letzte Absprachen zu treffen. Kombinat Fortschritt hat vor diesem Hintergrund ein Gespräch mit den Sprecher_innen des Vorbereitungskreises geführt.
Solidaritätsbotschaft von Irie Révoltés
Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus"
- Innenminister Caffier versucht antirassistische Demonstration zu kriminalisieren;
- Deutschtümelei am Sonnenblumenhaus: Gauck will deutsche Eiche pflanzen.
Im Vorfeld der bundesweiten Demonstration am 25.8. in Rostock-Lichtenhagen versucht Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) das antirassistische Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus" und die Demonstranten zu kriminalisieren. Er befürchte "linksextremistische Übergriffe" beim Gedenken an das Pogrom von Rostock-Lichtehagen. Deshalb werde ein Großaufgebot der Polizei vor Ort sein. „Es wird nicht passieren, dass wir zu wenige Einsatzkräfte haben. Da bin ich ein gebranntes Kind“, wird Caffier zitiert.
Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen - Das Problem heißt Rassismus
- Einladung zur Pressekonferenz am 23. August 2012
- Letzte Vorbereitungen zur Demonstration am 25.8. - Bundesweites Delegiertentreffen in Rostock
An diesem Wochenende fand in Rostock das abschließende Vorbereitungstreffen zur Demonstration in Rostock-Lichtenhagen mit Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet statt. "Rassismus ist ein Problem, das es überall in Deutschland gibt, jeden Tag. In Rostock wollen wir deshalb nicht einfach nur an die Pogrome vor 20 Jahren erinnern, wir wollen die Zusammenhänge von Rassismus und politischem Alltag deutlich machen.
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