Presssemitteilung 29.08.2012
Das nächste Mal einen anderen Baum pflanzen!
Vergangene Nacht wurde die deutsche Eiche gefällt, die neben dem Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen gepflanzt wurde. Zu der Tat bekannte sich eine »Arbeitsgruppe antifaschistischer Fuchsschwanz«. Bereits im Vorfeld und auch während der antirassistischen Demonstration am Samstag wurde kritisiert, dass die Wahl für den Gedenkbaum ausgerechnet auf die durch Militarismus und Nationalsozialismus symbolisch vorbelastete Eiche fiel.
Pressemitteilung 28.08.2012
Rassismus beim offiziellen Gedenken in Rostock-Lichtenhagen?
Kein Zutritt trotz Einladung: Am Sonntag wurde zwei Mitgliedern des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V. der Einlass zur zentralen Gedenkveranstaltung in Rostock-Lichtenhagen mit Bundespräsident Joachim Gauck verwehrt - ohne Begründung. Während sich die Vertreter des Staats und der Stadt der vermeintlich großen Fortschritte im Kampf gegen Rassismus rühmten, mussten die tatsächlich Betroffenen von Rassismus außen vor bleiben. Dies war jedoch nicht der erste vorfall, der den Vorwurf eines rein "weissen" Gedenkens an die Pogrome in Rostock-Lichtenhagen und des Umganges mit Betroffenen von rassistischer Gewalt und ihren Angehörigen provoziert.
Pressemitteilung 26.08.2012
+++ Bündnis bilanziert erfolgreichen antirassistischen Gedenktag +++ Gedenktafel am Rostocker Rathaus angebracht +++ 6.500 demonstrieren in Rostock-Lichtenhagen gegen Rassismus und staatliche Abschiebepolitik +++ Antifaschistisches Konzert bis in die Nacht am Sonnenblumenhaus
Das Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus" wertet den antirassistischen Gedenk- und Aktionstag am 25.08.2012 als großen Erfolg. Nach intensiver Mobilisierung in Rostock und im gesamten Bundesgebiet wurde auf der Kundgebung am Rostocker Rathaus, der Bündnisdemonstration in Rostock-Lichtenhagen und dem abschließenden Konzert am Sonnenblumenhaus ein entschlossenes Zeichen gegen gesellschaftlichen Rassismus gesetzt. Tausende Demonstrant_innen waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Das politische Anliegen des Bündnisses konnte deutlich vermittelt werden. Dazu erklärt das Bündnis:
"Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen war kein Betriebsunfall der Nachwendezeit. Dumpfe Ressentiments und rassistische Sondergesetze bestimmen noch heute den Alltag von Asylsuchenden und Migrant_innen. Der Kampf gegen gesellschaftlichen und staatlichen Rassismus geht weiter!"
Pressemitteilung 24.08.2012
+++Scharfe Kritik des Bündnisses an Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Caffier+++Rostocks Kultursenatorin Melzer rechtfertigt geplante Gedenkeiche botanisch+++Nazis versuchen in Rostock-Lichtenhagen zu plakatieren
Auf einer Veranstaltung der Universität Rostock am 23.8. zum Thema "Zuwanderung und Integration als Herausforderung und Chance für Mecklenburg-Vorpommern" hat Bündnissprecher Jochen Thelo Innenminister Lorenz Caffier scharf kritisiert. Bereits die Themenstellung der Veranstaltung am 20. Jahrestag des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen offenbart politische Ignoranz. Dazu erklärt das Bündnis: "Anstatt über Rassismus und das deutsche Abscheiberegime zu sprechen, werden die Vorteile und Befindlichkeiten des Bundeslandes in den Mittelpunkt gestellt. Nach dem Pogrom wurde das Erstaufnahme- und Abschiebelager von Rostock ins ländliche Horst verlegt. Aus den Augen, aus dem Sinn: seither wird in aller Ruhe deportiert. Der rassistische Mob hat seinen Willen bekommen – bis heute!" Im Verlauf der Veranstaltung konfrontierte Bündnissprecher Jochen Thelo deshalb den Landesinnenminister mit den Worten: "Schämen Sie sich für jede Abschiebung, die Sie zu verantworten haben."
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Rostock-Lichtenhagen 2012: Gedenken in weiss.

