Pressemitteilung 22.08.2012
+++Bündnis wird am 25.8. eine Gedenktafel am Rostocker Rathaus anbringen+++Kritik am Erinnerungsdiskurs: Rassismus wurzelt in der Mitte der
Gesellschaft!+++Statement des Juso-Bundesvorsitzenden Sascha Vogt+++
Auf seiner Kundgebung am 25.8. um 11. Uhr am Neuen Markt wird das Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus" eine
Gedenktafel am Rostocker Rathaus anbringen. Es handelt sich dabei um ein Replikat jener Tafel, die die französischen Gruppe 'Söhne und Töchter der deportierten Juden Frankreichs' um Beate Klarsfeld 1992 am Rostocker Rathaus aufgehängt hatte. Seinerzeit wurde die Tafel umgehend entfernt, 43 Mitglieder der Gruppe wurden festgenommen.
Pressemitteilung 21. August
+++Innenminister Caffier versucht antirassistische Demonstration zu kriminalisieren+++Deutschtümelei am Sonnenblumenhaus: Gauck will deutsche Eiche pflanzen+++
Im Vorfeld der bundesweiten Demonstration am 25.8. in Rostock-Lichtenhagen versucht Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) das antirassistische Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus" und die Demonstranten zu kriminalisieren. Er befürchte "linksextremistische Übergriffe" beim Gedenken an das Pogrom von Rostock-Lichtehagen. Deshalb werde ein Großaufgebot der Polizei vor Ort sein. „Es wird nicht passieren, dass wir zu wenige Einsatzkräfte haben. Da bin ich ein gebranntes Kind“, wird Caffier zitiert.
"Mit dieser Anspielung auf das Polizeiversagen von 1992 stellt Caffier den antirassistischen Protest bewusst auf eine Stufe mit Pogromen von Nazis und Rassisten. Der Minister sollte noch einmal darüber nachdenken, wer vor 20 Jahren in Rostock-Lichtenhagen tobte: Nazis und ein rassistischer Mob und nicht Linke“, erklärt dazu das Bündnis. „Lorenz Caffier beweist mit seiner Äußerung, wie wenig in den letzten 20 Jahren in Deutschland dazugelernt wurde. Diejenigen, die gegen Rechts aufstehen, werden kriminalisiert und die tödliche Gefahr, die von Nazis ausgeht, verharmlost.“
Pressemitteilung 19.08.2012
+++Einladung zur Pressekonferenz am 23. August 2012+++Letzte Vorbereitungen zur Demonstration am 25.8. - Bundesweites Delegiertentreffen in Rostock+++
An diesem Wochenende fand in Rostock das abschließende Vorbereitungstreffen zur Demonstration in Rostock-Lichtenhagen mit Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet statt. "Rassismus ist ein Problem, das es überall in Deutschland gibt, jeden Tag. In Rostock wollen wir deshalb nicht einfach nur an die Pogrome vor 20 Jahren erinnern, wir wollen die Zusammenhänge von Rassismus und politischem Alltag deutlich machen. Menschenfeindliche Ideologien sind keine Randphänomene. Sie entspringen der Logik einer Gesellschaft, in der Menschen ständig um Lebenschancen konkurrieren müssen", erklärt das Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus". Für die verschiedenen Bündnis-Veranstaltungen am 25. August (Kundgebung, Demonstration, Konzert) wird mit einer großen Beteiligung gerechnet, so werden Teilnehmer_innen mit Zügen und Bussen u.a. aus Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Hannover, Leipzig, Berlin, Hamburg, Kiel und vielen anderen Städten nach Rostock anreisen.
20 Jahre Lichtenhagen: Stadtteilspaziergang in Rostock
Bericht vom bundesweiten Vernezungstreffen am 19.08.2012 in Rostock via Kombinat Fortschritt.
Der 20. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Rostock-Lichtenhagen rückt immer näher. Zahlreiche zivilgesellschaftliche, antifaschistische und linksradikale Initiativen und Bündnisse mobilisieren zu Veranstaltungen rund um den Termin am Wochenende des 24.-26.8.2012. Im Mittelpunkt steht dabei die bundesweite Groß-Demonstration am Samstag, die direkt zum Sonnenblumenhaus ziehen wird, welches vor 20 Jahren Schauplatz der tagelangen Angriffe war. Zur Vorbereitung der Demo fand am Wochenende das letzte Bündnistreffen in Rostock statt. Des Weiteren statteten im Zuge der voranschreitenden Mobilisierung zur Bündnisdemonstration am gestrigen Vormittag rund 40 Rostocker Antifaschist_innen dem Viertel erneut einen Besuch ab. Sie verklebten dabei zahlreiche Aufkleber und Plakate und verteilten Flyer an die Haushalte. Am selben Abend gab es im Freigarten des Peter Weiss Hauses in der Doberaner Straße eine Veranstaltung mit dem Journalisten Andreas Speit, der 1992 auch als Antifaschist in Lichtenhagen unterwegs war.
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Rostock-Lichtenhagen 2012: Gedenken in weiss.

